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Rapsöl bei der Schweinefütterung Argumente, die überzeugen! Der Einsatz von Rapsöl bringt in der Schweinefütterung Rapsöl erhöht die Energiedichte der Mischung und damit Rapsöl ermöglicht den Einsatz von Futtermitteln mit Rapsöl deckt den Bedarf an essentiellen Fettsäuren Rapsöl unterstützt die Versorgung mit fettlöslichen Rapsöl verbessert die Fließfähigkeit von pelletierten Die Energiedichte von Rapsöl beträgt 36,7 MJ ME (Mega- Joule umsetzbare Energie) je kg. Sie ist damit fast dreimal so hoch wie die von Gerste (12.8 MJ ME). Eine hohe Energiedichte im Futter ist besonders bedeutsam für Mastschweine mit hoher Wachstumsrate, für Zuchtsauen während der Aufzucht des Nachwuchses und für Ferkel während der Aufzucht. Bei Mastschweinen mit hohem Proteinansatzvermögen ist die Futteraufnahme der begrenzende Faktor für das Wachstum. Die hohe Energiedichte von Rapsöl bewirkt, dass bei gleich hohem Futterverzehr mehr Energie aufgenommen wird. Das genetisch vorhandene Wachstumspotenzial kann somit besser ausgeschöpft werden. Das führt zu einer besseren Nährstoffverwertung, geringeren Futterkosten und verminderten N- und P- Ausscheidungen je erzeugtem kg Schweinefleisch. Der höhere Linolsäuregehalt wirkt sich positiv auf den Gesundheitszustand und das Wachstum der Ferkel aus. Durch den Rapsöleinsatz werden somit die Aufzuchtsleistungen, die Belegungs- bzw. Trächtigkeitsraten und somit die Lebensleistung der Sauen verbessert. Dosierung und Einmischung
Lagerung Rapsöl kann in luftdicht verschlossenen Behältern über einen längeren Zeitraum (etwa 1 Jahr lang) gelagert werden. Es sollte vor direkter Sonneneinstrahlung und vor sehr starken Temperaturschwankungen geschützt werden. Bei Luftzutritt besteht die Gefahr der Oxidation (des Ranzigwerdens durch die Reaktion mit Sauerstoff). Deshalb sollten angebrochene Gebinde innerhalb von 3-5 Monaten verbraucht sein. Rapsöl besitzt ein spezifisches Gewicht von 0,91- 0,92 kg/l und ist bei Temperaturen von über -5 °C flüssig. Sein Erstarrungspunkt liegt bei -6 bis -12 °C.
Rapsöl besitzt ein günstiges Fettsäuremuster Das Futterfett hat Einfluss auf die Fettqualität im Schlachtkörper. Dabei ist folgendes zu beachten: Beim Schwein mit überwiegend enzymatischer Verdauung wird die Fettsäurenzusammensetzung des Depotfetts (Speck und Flomen) in hohem Maße durch die Fettsäurenzusammensetzung des Futterfettes beeinflusst. Das Fettsäurenmuster ist bedeutsam für die Konsistenz, Oxidationsstabilität und den Geschmack des Schlachtkörperfettes und der daraus hergestellten Produkte. Das Fettsäuremuster des Rapsöls ist im Vergleich zu Sojaöl günstiger für Mastschweine. In der Tabelle sind die Fettgehalte und prozentualen Anteile einzelner Fettsäuren wichtiger Futtermittel für Schweine aufgeführt. Fettgehalte und prozentuale Anteile ausgewählter Fettsäuren von Rapsöl im Vergleich zu anderen Einzelfuttermitteln für Schweine
Einsatzempfehlungen für Rapsöl in der Schweinefütterung Für Futterzwecke sind nur Rapsöle, die von Rapssorten mit 00- Qualität stammen, geeignet. Öl aus deutschen 00- Rapssorten weist Erucasäureanteile von weniger als 1,5% an den Gesamtfettsäuren auf. Die zu empfehlende Rapsölmenge für Mastschweine hängt vor allem vom Polyensäurengehalt der übrigen Mischbestandteile ab. Dabei ist folgendes zu berücksichtgen: Die Polyensäuren werden im Depotfett angereichert. Ihre Konzentration ist deshalb bei gleichem Polyensäurenverzehr bei Tieren mit geringerer Depotfettmenge höher. Außerdem ist ihre Konzentration in den einzelnen Fettgeweben verschieden und im Rückenspeck besonders hoch. Der Polyensäuregehalt des Rückenspecks darf 15% von dessen Gesamtfettsäurenmenge nicht überschreiten. Das ist erreichbar, wenn die Polyensäurengehalte in den Futtermischungen unter 18-21g je kg Futter (bezogen auf 88% Gesamtanteil) bleiben. Mischung Vormast (58% MFA)
Die stärkere Begrenzung gilt für Mastschweine mit geringerem Fettansatz (hohem Magerfleischanteil) und vor allem für weibliche Tiere und Tiere mit relativ geringem Mastendgewicht. Die Polyensäurengehalte in den Futtermischungen sollten bei Rapsöleinsatz bilanziert werden. Das kann anhand der Werte aus der vorstehenden Tabelle oder mit entsprechenden PC- Fütterungsprogramm, die die Werte enthalten, erfolgen. Daraus ergeben sich für durchschnittliche Bedingungen in Abhängigkeit von der Rationszusammensetzung folgende Einsatzempfehlungen: 2 - 3% Rapsöl bei Futtermischungen auf der Basis von Getreide (Gerste, Weizen, Roggen und Triticale) außer Hafer 3 - 4% Rapsöl bei Futtermischungen auf der Basis von Getreide und Taipoka (Taipokaanteil 20 - 25% der Ration) 0 - 1% Rapsöl bei Futterrationen auf der Basis von Körnermais bzw. CCM Empfehlungen für Zuchtsauen Der Einsatz von Rapsöl ist nur für laktierende Sauen zu empfehlen. Die Einsatzmenge kann mit 3 6% Rapsöl in der Gesamtfuttermischung angegeben werden. Die Rapsölfütterung sollte zwei Wochen vor dem Abferkeln beginnen und bis zum Absetzen der Ferkel bzw. zur Wiederbelegung der Sau fortgesetzt werden. Mischung Sauen
Empfehlungen für Ferkel Aufgrund der hohen Verdaulichkeit kann Rapsöl im Beifutter für Saugferkel enthalten sein. Für Absatzferkel kann die Einsatzmenge noch etwas gesteigert werden. Die Einsatzempfehlung lautet: 2 - 3% Rapsöl in Futtermischungen für Saugferkel 3 - 4% Rapsöl in Futtermischungen für Abstzferkel
Mischung Ferkel
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